Entscheidung zur Oraganspende

In diesen Tagen verschicken einige Krankenkassen an ihre Mitglieder einen Organspenderausweis mit einer dazugehörigen Informationsbroschüre zum Thema Organspende. Hintergrund ist die gesetzliche Novellierung des Organtransplantationsgesetzes, dass zur Organspende eine klare Aussage des Betroffenen verlangt, ob diese erwünscht ist oder nicht. Zu diesem Thema sollten Sie einige Dinge bedenken, die nicht in den Werbebroschüren stehen, bevor Sie sich entscheiden. Oder haben Sie sich schon entschieden?

 

Spenderorgane sind knapp in Deutschland

Allein in Deutschland warten viele schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan, die durch eine Organspende wieder eine Chance auf eine deutliche Genesung hätten. Leider gibt es viel weniger Menschen, die sich als Spender bereit erklärt haben. Die angelaufene Aktion der Krankenkassen will aufklären und neue Spender gewinnen.

 

 

Aufmerksam diskutiert wird dieses Thema ebenfalls in religiösen Kreisen. Dadurch änderten sich über die Jahre auch die Meinungen verschiedener Konfessionen zum Thema Organspende. Die einst unabrückbare Haltung gegen ein Spenden von Organen der Christen, weil sie am Tage des Jüngsten Gerichts unversehrt auferstehen wollen, hat sich liberalisiert und wird heute als Akt der praktizierten Nächstenliebe anerkannt.

 

 

Ich sehe die größte Brisanz im Missbrauch von spendebereiten Menschen. Selbstverständlich wird von offizieller Seite jeglicher Missbrauch heruntergespielt oder gar geleugnet, aber mit Blick auf die internationale Szene werden Sie sehen, dass sich aufgrund der hohen Nachfrage schon längst ein illegaler, internationaler Markt es Organhandels fest etabliert hat und sogar skrupellos Jagd auf Menschen ohne Angehörige gemacht wird, deren Organe an die höchst bietenden Interessenten verkauft werden. Wer so naiv ist, dass dieser internationale Schwarzmarkt halt vor Deutschland macht, dem ist nach meiner Meinung nicht mehr zu helfen. 

 

Wie weit würden Sie mit einer schweren Krankheit gehen, die Ihnen auf absehbare Zeit den sicheren Tod bringt, wenn Sie kein passendes Spenderorgan in Kürze erhalten würden? Es gibt viele Schwerstkranke, die in ihrer Verzweiflung bereit sind, sich hoch zu verschulden, um auf dem Schwarzmarkt ein lebensrettendes Organ zu erhalten. Da ist es eher nebensächlich zu wissen, wie der Lieferant daran gekommen ist. Hauptsache Sie überleben! Patienten ließen auch schon Untersuchungsergebnisse fälschen, um auf der Warteliste von Klinken weiter vorzurücken. Alles für ihr eigenes Überleben! Ein höchst menschliches und nachvollziehbares Verhalten. Wo soll hier von wem eine Grenze gezogen werden?

 

 

Dass, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen von deutschen Ärzten, der internationale Organhandel auch bis nach Deutschland vorgedrungen ist, zeigt eine Schattenseite der Globalisierung. Die strengen in Deutschland geltenden Gesetze, lassen bedürftige und zahlungsfähige Patienten auf internationale Anbieter ausweichen.  

 

In China geht man da noch wesentlich skrupelloser vor: Internationaler Organhandel wird offen als guter Wirtschaftsfaktor gesehen. Da in China die Todesstrafe existiert und jährlich gute 10000 Menschen hingerichtet werden, haben die Chinesen ausreichend Resourcen an Organen. Man wich ich den letzten Jahren deshalb sogar von der langjährigen Hinrichtungsmethode des Erschießens ab und benutzt jetzt immer mehr Hinrichtungsbusse. Dies sind praktisch fahrende Operationssäle, in denen der Delinquent in Vollnarkose versetzt wird und alle gewünschten Organe entnommen werden. Der Organverlust führt dann zwangsläufig zum Tod. 

 

Ein ehemaliger chinesischer Chirurg äußert sich zu der Praxis der Organentnahme von Strafgefangenen, die er selbst in China erlebt hat:

 

 

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist in jedem Organ der Sitz einer jeweiligen Emotion. So würde nach TCM-Denken die Transplantation eines bestimmten Organes die dort gespeicherten Emotionen des Spenders auf den Empfänger übertragen.

Wenn sich zwei nahestehende Menschen, wie beispielsweise Frank-Walter Steinmeier seiner Frau, eine Niere spenden, mag das in Ordnung für beide gehen. Mit welchem Gefühl lebt ein Empfänger allerdings weiter, wenn der unfreiwillige Organspender ein hingerichteter Schwerverbrecher war, wie es gängig in China praktiziert wird?

 

Dass bestimmte Emotionen bestimmte Organe beeinflussen, steht für mich und nach meiner praktischen Erfahrung außer Zweifel. Der Volksmund kennt dazu viele Redewendungen, die Sie bestimmt auch kennen:

 

„Der Tod meines Hundes ging mir an die Nieren.“,

 

„Wenn ich meinen Chef morgens sehe, kommt mir vor Wut die Galle hoch.“ oder

 

„Mein Herz tanzte vor Freude, als meine Freundin gestern meinen Heiratsantrag annahm.“ .

 

 

Ich stelle mir die Frage, ob ein transplantiertes Organ vom Empfänger mit der Zeit durch dessen Emotionen wieder ‚neu formatiert’ wird oder nicht? Bisher konnte mir leider noch niemand diese Frage beantworten.

 

Wie Sie nun zum Thema Organspende stehen, liegt in Ihrer Verantwortung. Zählt es für Sie mehr, eventuell ein anderes Menschenleben zu retten, oder sehen Sie eher ein Risiko, das Ihre eigene Überlebenschance im medizinischen Notfall gefährden könnte? Vielleicht möchten Sie auch selbst gar kein Empfänger von Spenderorganen werden? Es ist letztendlich Ihre ganz persönliche Entscheidung.

 

Falls Sie bereits eine notarielle Patientenverfügung aufgesetzt haben, ist es wichtig, dass sich der Inhalt dieser Patientenverfügung mit den Angaben auf Ihrem Organspenderausweis deckt. Eine Patientenverfügung ist eine gute Absicherung für den medizinischen Notfall, um anderen Menschen nicht die schwere Entscheidung über beispielsweise den Erhalt lebensverlängernder Maßnahmen zu überlassen, ohne zu wissen, wie Sie selbst dazu stehen. Eine medizinische Notsituation, zum Beispiel aufgrund eines schweren Unfalls, könnte theoretisch jederzeit eintreten. Spätestens im fortgeschrittenen Alter ist es äußerst ratsam, eine klare Willensäußerung und am besten gleich auch ein Testament notariell beurkunden zu lassen.

 

 

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Mein aktueller Blogeintrag:

Mein Rolfing Tagebuch Teil 3 / 3

Eines meiner Ziele, das ich für 2017 endlich angehen wollte, waren meine alten 'Gebrechen', die ich mir in meiner Kampfsportära zugezogen hatte, die aber nie zu 100 % auskuriert waren.

 

Zwar hatte ich schon einige Methoden ausprobiert, die zwar Linderung gebracht hatten, aber die Problematiken eben nicht zu 100% gelöst hatten. Also musste eine andere, intensivere Methode her, die richtig in die Tiefe geht.

 

Nach einigen Recherchen über die Jahre entschied ich mich, es mit Rolfing zu versuchen. Ich fand in Düsseldorf eine zertifizierte Rolferin, die einen guten Eindruck auf mich machte.

 

Dieser Blogartikel beschreibt meine Erfahrungen und Ergebnisse in den 10 Standardsitzungen bei ihr. Dies ist der letzte meiner 3-teiligen Reportage.

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