Gebt das Hanf frei!

Die Schlagzeile, dass das Kölner Verwaltungsgericht einem Mann den Anbau von Cannabis in seiner Wohung gestattete, hat viele (Normal-)Bürger ziemlich verwirrt. Legalisiert der Staat jetzt auf einmal Cannabis? Wird Köln jetzt zu einer Kifferhochburg? Natürlich nicht! 

 

Es ging um einen Schmerzpatienten, der nicht die finanziellen Mittel hatte, sich das medizinische Cannabis in der Apotheke zu kaufen. Cannabis ist die einzigste Medizin, die diesem Mann noch hilft, seine Schmerzen ertragen zu können.

 

Cannabis wird also schon in Deutschland zu medizinischen Zwecken verwendet, aber noch nicht in dem Umfang, wie in anderen Ländern. Cannabis kann nicht nur als Suchtmittel missbraucht oder als Medizin eingesetzt werden. Es gibt noch weitere Anwendungsmöglichkeiten in der internationalen Wachstumsbranche der Hanfindustrie. 

Cannabis: Gefährliche Droge oder nützliche Heilpflanze?

 

"Wir brauchen dringend in Deutschland eine Diskussion darüber, dass Cannabis endlich legalisiert wird."

 

Hans-Christian Ströbele

Bundestagsabgeordneter der Grünen

 

 

Wer das Wort Cannabis hört, denkt meist spontan an illegalen Drogenkonsum. Die Legalisierung von Drogen ist ein heißes Eisen. Unter Medizinern erforscht man (wieder) die medizinische Wirkung von Hanf, um schwer kranken Patienten zu helfen. In der deutschen Geschichte vor den Weltkriegen war Cannabis als vielfältige Medizin bekannt, bevor es nach Ende des zweiten Weltkrieges von den Alliierten verboten wurde.

 

Es ist hier ganz klar zu sagen, dass die THC-Komponente des Cannabis ein Rauschmittel ist, aber kontrolliert eingesetzt vielen kranken Menschen hilft und noch mehr Menschen helfen könnte, wenn der Staat Hanf den Platz einräumen würde, zu was es in der Medizin alles nützlich sein könnte. Auch ohne die THC-Komponente ist Hanf als Medizin nützlich.

 

Was in vielen anderen Ländern schon auf den Weg gebracht wurde, existiert in Deutschland erst auf einem überschaubaren Niveau. Die Pharmaindustrie hat natürlich ebenfalls Angst um ihre bedrohten Marktanteile. Die Nutzung von Cannabis als Medizin und auch zu anderen Dingen des täglichen Bedarfs bietet ein junges Marktsegment mit gutem Wachstumspotenzial, in das viele andere Länder schon weiter involviert sind.

 

Zunächst gilt es, Cannabis in ein differenzierteres Licht in der Öffentlichkeit zu rücken.

 

Was spielt sich auf dem heutigen Drogenmarkt, insbesondere im Bezug auf Cannabis ab? Welche Probleme bringt die aktuelle Rechtslage in Deutschland mit sich? Wie soll der Staat bei Drogendelikten vorgehen? Harte Strafen oder besser Aufklärung und Unterstützung zu einem verantwortungsvolleren Konsumverhalten? 

 

Experten von der Polizei und aus der Medizin äußern sich zur täglichen Problematik und einer eventuellen Entkriminalisierung des Cannabiskonsums.

 

 

Wie die meisten Pflanzen hat auch Hanf in der richtigen Dosierung heilende Wirkungen. Bei bestimmten Schmerzzuständen und auch anderen Beschwerden kann Cannabis in der richtigen Dosis Wunder wirken, wo allopathische Medikamente versagen oder über Jahre immer höher dosiert werden müssen, was natürlich den Körper deutlich belastet.

  

Was bringt Cannabis in der medizinischen Praxis?

Der folgende Fall zeigt es sehr gut an einem praktischen Beispiel, was mit medizinischen Cannabis möglich ist:

 

Im Juli 2014 gab das Kölner Verwaltungsgericht in einem Ausnahmefall die Erlaubnis, dass ein Schmerzpatient, der sich den sehr kostspieligen Bezug von Cannabis als Medizin über die Apotheke nicht leisten konnte, Hanf selbst in seiner Wohnung anbauen zu dürfen. Allerdings unter der Auflage, dass keinen weiteren Personen der Zugriff auf dieses eigene Cannabis möglich sein darf (Missbrauchsgefahr). Ferner musste zuvor ärztlich abgeklärt sein, dass es kein wirksames Alternativmedikament für diesen Schmerzpatienten in seinem spezifischen Fall auf dem Markt gab. Solch ein Urteil bekommt natürlich Leitcharakter.

 

 

Als Best Practice Beispiel möchte ich hier ein Krankenhaus in Tel Aviv / Israel anführen. Unter staatlicher Kontrolle funktioniert die Anwendung von Cannabis als Medizin sehr gut mit erstaunlichen medizinischen Erfolgen. Es hat vielfältige, positive Effekte und kann nicht nur gegen Schmerzen gegeben werden. Die folgende Doku der ARD erläutert die vielen positiven Effekte, Einsatzmöglichkeiten, aber auch die geringen Risiken von Hanf als Medizin sehr gut:

 

Weitere sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Hanf im Alltag

 

Mit Hanf lässt sich noch viel mehr Nützliches anstellen: Zum Beispiel eignet es sich ganz hervorragend zur Herstellung von Kleidung, denn die Hanffaser ist viel strapazierfähiger als Baumwolle und fühlt sich noch angenehmer auf der Haut an.

 

Als gutes Beispiel habe ich hier ein Werbevideo für einen Brazilian-Jiu-Jitsu-Anzug ausgewählt. Beim BJJ wird die Trainingskleidung durch häufiges Reißen und Ziehen stark beansprucht. Als Judoka trage ich bis heute nur Baumwollanzüge von guter, schwerer Qualität. In meinen über 20 Jahren Judopraxis habe ich beim Training und Wettkämpfen 3 Hosen zerrissen. Jacken von guter sind praktisch unmöglich zu zerreissen, aber sichtbarer Verschleiß am Revers ist nach solch einer langen Zeit an Praxis normal. Ein Anzug aus Hanf käme da klar besser bei weg.

 

Was bei extremen, sportlichen Belastung gut abschneidet, ist bei Alltagskleidung praktisch unschlagbar. Dazu kommt noch der deutlich angenehmere Trangekomfort. Hanf hätte als Rohstoff für Kleidung sicherlich ein sehr gutes Potenzial. Einige kleine Anbieter setzen das schon in der Praxis um.

Hanföl ist eine sehr gesunde Zugabe zum Salat mit sehr vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Hanföl ist eine sehr gesunde Zugabe zum Salat mit sehr vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Um abschließend noch einmal aufzuzeigen, wo wir heute (Stand Juli 2014) stehen: Zur Zeit dürfen knapp 300 Personen Hanfblüten unter strenger Abgabekontrolle in deutschen Apotheken kaufen. Rund 3500 Patienten bekommen chemisch hergestellte, cannabishaltige Medikamente auf Rezept. Mit der kürzlichen, gerichtlichen Erlaubnis, sich unter genauen Sicherheitsvorgaben Hanf selbst anbauen zu dürfen, wurde einer einzelnen Person in einer Ausnahmesituation vor einer unzumutbaren finanziellen Härte bewahrt, damit er seine Krankheit mit dem noch letzten, wirksamen Mittel überhaupt therapieren konnte.  

 

Auf dem Pharmamarkt sind Opiate und viele sehr starke allopathische Medikamente relativ problemlos auf den Markt gekommen und halten sich. Da dürfte es theoretisch für das viel ungefährlichere Hanf eigentlich keine Zulassungsprobleme geben? 

 

Es ist klar, dass hier sehr bald weitere Klagen auf Selbstanbau folgen werden, denen hoffentlich stattgegeben werden wird. Denn kaum ein Normalbürger, der zudem noch schwer krank und maximal eingeschränkt arbeitsfähig ist, könnten zusätzliche Kosten von über 900,- Euro im Monat zugemutet werden. Würden die Krankenkassen anfangen, diese Kosten zu übernehmen, wäre dies für die Krankenkassen auch wieder eine sehr deutliche Belastung. Die Pharmalobby wird diese Entwicklung sicherlich sehr genau beobachten.

 

Dass das Betäubungsmittelgesetz damals Hanf mit Heroin und LDS auf eine Stufe gestellt hat, obwohl es von Hanf noch keine Todesopfer gegeben hat, macht die Sache nicht einfacher. Sollte sich der Staat mal auch so intensiv um die anderen Volksdrogen wie Alkohol, Tabak, MSG und (Industrie-) Zucker kümmern. Die Bevölkerung hätte mehr davon.

 

Meiner Meinung nach brauchen wir mehr Akzeptanz für Hanf als Heil- und Nutzpflanze mit einer kontrollierten, zweckmäßigen Verbreitung. Im Lebensmittelbereich hat sich Hanf bereits einen Nischenplatz erobert. Ein gewissen Prozentsatz Missbrauch wird es immer geben, aber dieser kann mit guter Aufklärungsarbeit in Grenzen gehalten werden. Eine komplette Freigabe für ein weiteres unkontrolliert kursierendes Suchtmittel brauchen wir nicht. Es stehen schon genügend Geschäftsleute für den Startschuss einer Wachstumsbranche bereit. Probiere einfach mal ein paar Hanfartikel aus:

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Boynton David (Donnerstag, 24 September 2015 02:51)

    Mein Name ist Mr. Boynton David aus den USA, glaube ich nicht, meine Frau würde das Jahr 2014 Es ist mit Vergnügen, dass ich danken Dr. Gareth Walsh für die Rettung meines sterbenden Frau mit Hanföl zu sehen. Wir hatten schon die Hoffnung auf ein besseres Leben verloren, wenn der Bericht kam, dass meine Frau kann nicht für mehr Chemo mehr funktionieren. Aber nach so vielen Online-Forschung, erhielt ich das Öl, das ich von Dr. Gareth Walsh, dessen Kontakt ich online, um ein Zeugnis von seiner früheren Arbeit und Ruhm zu lesen kauften. Das Öl wurde mir innerhalb von 4 Tagen von der UPS-Lieferservice nach Auftragsvergabe geliefert. Meine Frau hat gerade seine 3 Monate Behandlung. Ich bin so glücklich, jetzt sagen, dass meine Frau seines Stadium 4 Lungenkrebs innerhalb von 90 Tagen nach der Behandlung geheilt. Dank Dr. Walsh und vor allem Dank an Gott. Heute erkenne ich die Größe der Hanföl. Dr. Walsh Kontakt: drwalshmedicalservice@outlook.com.

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