Risiko Blinddarmentzündung

Hast Du noch Deinen Blinddarm? Wenn ja, sei froh! Dein Blinddarm ist gar nicht so nutzlos, wie viele Schulmediziner noch glauben. Es lohnt sich, dass Du Dich um Deinen Appendix kümmerst, damit es nicht zu einer Entzündung kommt.

 

Hier erfährst Du, wozu der verkannte Wurmfortsatz noch nützlich ist und wie Du Dein Risiko für eine Appendiszitis minimieren kannst.

 

Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Blinddarm entzündet sein könnte, erfährst Du, wie Du dies testen kannst. 

 

Zum Schluss erfährst Du noch etwas über den Stand der heutigen Technik bei Blinddarm-OPs und deren möglichen Risiken. Bist Du jetzt neugierig? Dann lies weiter!

Blinddarmentzündung  ganzheitlich gesehen

Mit einer echten Blinddarmentzündung ist nicht zu spaßen! Spätestens im fortgeschrittenen Stadium wird sie sehr schmerzhaft. Im weit fortgeschrittenen Stadium, wenn ein Blinddarmdurchbruch droht, ist sie sogar lebensgefährlich! Warum lässt Du Dir Deinen Blinddarm im Zweifelsfalle nicht einfach entfernen? Weil Dein Blinddarm eine wichtige Rolle für Dein Immunsystem spielt, und es sich lohnt, gut auf ihn acht zu geben.

 

Ist der Wurmfortsatz wirklich nutzlos?

Der Blinddarm ist der auf dem Bild links gerötete Wurmfortsatz im rechten Unterbauch, der uns Schwierigkeiten bereiten kann.

 

Beobachtungen und Studien mit Patienten, die keinen Blinddarm mehr haben, ergaben, dass Menschen ohne Blinddarm ein deutlich anfälligeres Immunsystem haben und leichter krank werden. Das fängt bei einer Erkältung an und hört bei Krebs auf.

 

Es muss also etwas dran sein an diesem (vermeintlich) nutzlosen, verkümmerten Stück Darm. Der Blinddarm wird zwar als Teil des Darms bezeichnet, besteht aber nicht aus Darmgewebe, sondern aus lymphatischem Gewebe. Medizinisch betrachtet, ist der Blinddarm Teil des Lymphysystems, das eine wichtige Rolle für Dein Immunsystem spielt, weil dort Deine Abwehrzellen gebildet werden. Bei Säugetieren wurde festgestellt, dass deren Blinddarm zur Lagerung probiotischer Bakterien verwendet wird. Es ist also davon auszugehen, dass der Blinddarm Deine Darmflora schützt. Im Krankheitsfall sammeln sich im Blinddarm Gifte, Eiter und Krankheitserreger.

 

Gott sei Dank behalten aufgeklärte Schulmediziner und integrativ praktizierende Ärzte sowieso ihre verdächtigen Patienten erstmal zur Beobachtung bei Schonkost im Krankenhaus, bevor sie die Entscheidung für oder gegen eine Operation fällen. Denn in den meisten Fällen beruhigt sich Dein gereizter Blinddarm mithilfe Deines Immunsystems wieder, wenn Du ihm die Möglichkeit lässt. 

 

Sollten in dieser Beobachtungsphase (chemische) Antibiotika zu Einsatz kommen, ist es wichtig, nach Beendigung der Entzündung Deine Darmflora wieder mit Probiotika aufzubauen. Dein Immunsystem muss sich wieder erholen, sonst steht gleich der nächste Krankheitserreger vor der Tür.

 

 

Wie erkenne ich einen entzündeten Appendix?

Es gibt mehrere Anzeichen, die auf einen entzündeten Blinddarm hindeuten können. Es muss aber nicht immer ein entzündeter Blinddarm sein. Es kann genau so gut eine Magenverstimmung oder eine anrollende Darmgrippe sein. 

 

Ich selbst hatte mal einen sehr kuriosen Fall, wo ich dachte, es wäre eine Blinddarmentzündung. Ich hatte leichte Schmerzen im Unterleib und mein Unterbauch war druckempfindlich. Als es nach einer Woche nicht besser, aber auch nicht schlechter geworden war, ging ich zu meinem damaligen Heilpraktiker. Er untersuchte meine Vorder- und Rückseite und diagnostizierte mir: "Bei Deiner Lendenwirbelsäule sind Dir 3 Wirbel herausgesprungen. An eine Blinddarmentzündung glaube ich bei Dir nicht." Er renkte mir die Wirbel wieder ein und nach einer Woche war ich wieder beschwerdefrei. Die Wirbel mussten von einer Wandertour mit schwerem Gepäck vor über einem halben Jahr herausgesprungen sein, wo ich mit meinem Rucksack über ein Hindernis geklettert bin und dann heruntergesprungen war. Es tat beim Aufprall meiner Füße zwar weh, die Schmerzen und das Ziehen in der Lendenwirbelsäule verschwand aber wieder bis zum Tag danach. So kann es gehen.

 

Dies sind die Symptome, die auf eine Blinddarmentzündung hindeuten können:

  • krampfartige Schmerzen in der Magengegend oder im Bauchraum
  • im fortgeschrittenen Stadium auch Schmerzen im Unterbauch
  • Übelkeit und im Extremfall Erbrechen
  • Druckempfindlichkeit in der linken (Priorität!) und auch der rechten Leiste an der gegengleichen Stelle
  • Verstopfungen
  • Fiber

Bei Fiber sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden. Werden die Symptome stärker, insbesondere bei der (tiefen) Druckempfindlichkeit, solltest Du Dir schnell bei einem Arzt Gewissheit verschaffen, ob tatsächlich ein Blinddarmproblem vorliegt.

 

Bei obigen Symptomen, die noch nicht sofort einen Arzt erfordern, solltest Du sehr achtsam mit Deinem Körper umgehen:

  • ab ins Bett!
  • trinke viel - am besten stilles, möglichst reines Wasser mit Zimmertemperatur
  • nur leichte Speisen, die den Darm nicht reizen und keinen Zucker oder viele Kohlehydrate, weil sie eine Entzündung in Deinem Körper noch mehr triggern

Bei Verschlechterung Deines Zustandes gehst Du bitte zum Arzt.

 

Blinddarmuntersuchung beim Arzt durch Abtasten
Blinddarmuntersuchung beim Arzt durch Abtasten

Wie kannst Du einer Blinddarmentzündung vorbeugen?

Du selbst kannst am meisten dafür tun, dass Du keine Blinddarmentzündung bekommst. Wie bei fast allen Zivilisationskrankheiten sind auch bei der Blinddarmentzündung die Ursachen in allererster Linie ernährungsbedingt. Achte also gut auf Deine Ernährung:

  • Iss ballaststoffreich
  • Trinke genug frisches, möglichst sauberes, stilles Wasser
  • Bewege Dich vielseitig und regelmäßig (Ja, Bewegungsreize ernähren auch Deinen Körper!)
  • Achte auf einen regelmäßigen Stuhlgang
  • Meide Kohlehydrate, Alkohol und vor allem Industriezucker

Im schlimmsten Fall haben sich in Deinem Darm bereits Kotsteine gebildet und festgesetzt, die die Hauptursache für Entzündungen im Blinddarm sind. Eine Immunschwächekrankheit kann aber ebenfalls eine Blinddarmentzündung sehr begünstigen.

 

Die Naturheilkunde hat mehrere Methoden, Dich zusätzlich bei der Vermeidung von Darmproblemen zu unterstützen oder Deinen Darm zu sanieren, wenn Deine Darmflora durch zu viele Kohlehydrate, Fastfood, Flüssigkeitsmangel und Bewegungsmangel aus dem Gleichgewicht gekommen sind. Eine gestörte Darmflora produziert ein gestörtes Immunsystem und ist der Türöffner für infektiöse Krankheitserreger. Diese Maßnahmen helfen Dir, Deine Darmflora wieder voll funktionsfähig zu machen:

  • alle Formen der Darmreinigung und Darmsanierung
  • eine probiotische Ernährung

Eine defekte Darmflora ist der Hauptgrund für viele Zivilisationskrankheiten. Konsultiere dazu bitte Deinen Heilpraktiker oder integrativ praktizierenden Arzt.

 

Wie riskant ist eine Blinddarm-OP?

Heutzutage tendieren Ärzte meist schnell zu einer Appendektonie, weil es eine recht schnell durchführbare Routineoperation ist. Eine prophylaktische Entfernung des Appendix wurde auch öfter vorgenommen, wenn ein Patient gerade auf dem Operationstisch liegt und am Verdauungstrakt operiert wird.

 

Die bekannten Blinddarmnarben von früher gehören der Vergangenheit an. Heute wird der Blinddarm minimal-invasiv  mit einer sogenannten Schlüsselloch-OP durchgeführt. Bei Frauen muss noch nicht einmal eine sichtbare OP-Narbe entstehen, wie Du bei der gefilmten Blinddarmoperation von Dr. med. Bulian vom Klinikum der Privaten Universität Witten / Herdecke beobachten kannst:

 

 

Trotz all der Routine bei dieser recht einfachen Operation gibt es Risiken, die Du kennen solltest, wenn die Entfernung Deines Blinddarms ansteht:

  • ein allgemeines Risiko für Kunstfehler oder Verunreinigung der Operationswunde, die leider immer wieder passieren (Mangel an Krankenhaushygiene)
  • das Risiko einer späteren Eileiterschwangerschaft bei Frauen
  • eine erhöhte Gefahr für einen Darmverschluss
  • ein erhöhtes Risiko für Morbus Crohn - insbesondere im ersten Halbjahr nach der OP
  • ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs

Die Operation an sich ist also das geringste Risiko, aber das Leben ohne Blinddarm ist umso risikoreicher.

 

Ich wünsche Dir ein langes und gesundes Leben mit Deinem Blinddarm.

 

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Offizielle Stellen sehen Impfungen als den besten Schutz gegen gefährliche Krankheiten an. Immer wieder bekommen wir des gebetsmühlenartige Mantra "Impfungen sind sicher und wirksam" zu hören.

 

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Wenn Du aber genauer hinsiehst, gibt es umso mehr wissenschaftlich fundierte Impfkritiker und Impfgegner, umso mehr staatlicher Druck oder gar Zwang auf die Bevölkerung ausgeübt wird. Hier gehe ich der Sache auf den Grund, ob tatsächlich fachliche Zweifel am Impfwesen berechtigt sind.

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