Born to run

Dass der Mensch auf zwei Beinen läuft, ist eine unserer Besonderheiten. Der Beginn des Aufrechten Ganges des Menschen ist ein definitiver Meilenstein in der Evolution des Menschen und ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Geschichte des Menschen.

 

Heute versucht man, dem zivilisierten Menschen das Laufen im Alltag möglichst zu ersparen - mit fatalen Folgen! Hier liegt die Ursachen vieler Zivilisationskrankheiten, an denen der Mensch in der modernen Gesellschaft leidet.  

 

Darum laufen viele gesundheitsbewusste Menschen zusätzlich als Freizeitsport, denn das kann jeder!

Der menschliche Lauf der Evolution

Laufen ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Freizeitbeschäftigung, um sich fit zu halten. Ob Nordic Walking, Jogging oder gar Marathonlauf. Laufen kann eigentlich jeder. Du brauchst keine besondere, kostspielige oder lange Ausbildung. Trotzdem diskutieren Sportwissenschaftler über richtige und falsche Lauftechnik und optimale Trainingsmethoden - besonders im Bereich des Leistungssports.

 

Im Arbeitsalltag ist Laufen heute wenig verbreitet. Insbesondere, um dem hohen Termindruck vieler Menschen gerecht zu werden, könntest Du Dir es zeitlich gar nicht erlauben, alle Aufgaben des Alltages zu Fuß zu verrichten. Die meisten Menschen wären dazu zudem viel zu bequem und körperliche Belastungen im Alltag gar nicht mehr gewohnt.

 

Zu Zeiten unserer Großeltern war das oft noch anders: Es war zu diesen Zeiten nicht ungewöhnlich täglich durchschnittlich 10 Kilometer jeweils hin und zurück zur Arbeit zu laufen. Würde jemand heute im Alltag freiwillig solche langen Strecken regelmäßig laufen, wäre ihm oder ihr das Unverständnis ihrer Mitmenschen gewiss. "Nimm doch den Bus." oder "Fahr doch mit dem Auto." wirst Du zu hören bekommen.

 

Wie sich die menschliche Lauftechnik und die Laufgewohnheiten während unserer Evolution entwickelt hat und was einen erfolgreichen Läufer wirklich ausmacht, erfährst Du in der folgenden arte Reportage: 

Was diese tolle arte-Doku leider nicht direkt ausspricht, aber zeigt, ist der natürliche Untergrund, auf dem die besten Läufer in der Natur laufen und trainieren. Den kapitalen Fehler vieler Großstadtjogger, auf Asphalt, anstatt auf natürlichem Grund bzw. im Wald zu laufen, ist leider immer noch viel zu sehr verbreitet und nicht gut für Deine Füße!  Das im Film angesprochene Thema über das richtige bzw. falsche Schuhwerk finde ich sehr wichtig. Darum ist es kein Zufall, dass der Trend zu Barfußschuhen sehr lebendig ist. Nicht nur bei Läufern! Sehr leichte, flexible Schuhe mit dünner Sohle haben sich auch bei Freizeitschuhen gut durchgesetzt. Ich persönlich achte beim Schuhkauf darauf, Schuhe zu kaufen, die möglichst Nahe an der Barfußschuhqualität sind, um meinen Füßen möglichst naturnahe Impulse zu bieten, ohne tatsächlich barfuß laufen zu müssen. Zu Hause laufe ich nur auf Socken.

 

Laufe häufiger und lebe gesünder!

Deine Frage sollte sein, wie Du im Alltag mehr zu Fuß unterwegs sein kannst, ohne zeitlich zu viele Terminschwierigkeiten zu bekommen. Sollte Dein Terminkalender voll sein, bietet sich eher Deine Freizeit für Laufaktivitäten an.

  • Ein regelmäßiger Spaziergang vorm Schlafengehen oder am Wochenende,
  • die Treppen benutzen, anstatt den Aufzug,
  • eine Station früher aus der U-Bahn aussteigen und laufen, wenn Du noch Zeit hast oder
  • einfach in Deiner Freizeit oder am Morgen (bei Managern sehr beliebt!) anfangen, regelmäßig zu Joggen,

sind ein guter Anfang, Deine Füße wieder mehr zu dem zu gebrauchen, wozu sie eigentlich da sind - zum Laufen!

 

Wie ich es selbst halte mit dem Laufen

Ich selbst bin häufig und gerne zu Fuß unterwegs und laufe täglich sicherlich mehr Kilometer als der deutsche Durchschnittsbürger. Joggen oder gar ein Marathon sind nicht mein Ding. Ich gehe. Das allerdings in einem Tempo, dass es schon viele Leute regelmäßig zur Verzweiflung gebracht hat. "Olli, renn doch nicht immer so!"  

 

Besonders bei längeren Strecken halte ich mich an die alte Joggingregeln "Nur so schnell laufen, dass man sich dabei noch gut mit Jemanden unterhalten könnte." und "Möglichst eine konstante Geschwindigkeit durchlaufen." Ja, ich laufe MEIN Tempo. Eine regelmäßige Atmung ist natürlich auch sehr wichtig. Besonders, wenn es kalt ist. Mein Kreislauf wird stimuliert und ich komme auf 'Betriebstemperatur'. Genau das soll ja beim Laufen erreicht werden! 

 

Paradoxerweise konnte ich mich beim Joggen an obige Regeln nicht halten, weil ich nach einiger Zeit immer langsamer wurde, massive Krämpfe und oft auch Seitenstechen bekam. Die Lösung war einfach: Ich muss auf meinen Körper hören, konsequent MEIN TEMPO laufen - egal, ob man das Joggen oder Gehen nennt. Dann ist alles paletti!

 

Die folgenden beiden Strecken laufe ich mehr oder minder regelmäßig. Für den Durchschnittsbürger sind solche Strecken nicht alltäglich. Im Frühjahr und im Sommer laufe ich wetterbedingt natürlich mehr und häufiger. Den Weg zu Fuß in die Innenstadt laufe ich mindestens einmal wöchentlich. Für diese Strecke benötige ich 1 Stunde und 15 Minuten. Laut Google Maps beträgt diese Strecke knappe 7 km. 

 

Wenn ich einmal wieder Lust auf mehr haben sollte, laufe ich die Strecke zum Flughafen. Im Sommer mache ich das sehr gerne und verteile meine Werbeflyer auf der Strecke. Die Idee dazu kam, weil es ja ab und an schon bei unserer Rheinbahn zu Streiks gekommen ist oder dass schon bei leichtem bei Wintereinbruch die Bahnen nur stark verspätet oder gar nicht mehr fuhren. Weil ich mir das Geld für ein Taxi sparen will, schaute ich, wie sich der Weg in die Innenstadt zum Einkaufen oder der Weg zum Flughafen, wenn ich in den Urlauf fliegen möchte, so zu Fuß läuft. Für mich ist da alles im akzeptablen Bereich! Meine Laufzeit 2,5 Stunden für die Strecke von knapp 13 km. Meine Bestzeit ist 2 Stunden und 22 Minuten ohne Gepäck und in leichter Kleidung.

Als Extrem hatte ich den Weg zum Flughafen zu besten Winterbedingungen mit -5 bis -8 Grad Celsius, einem Drittel der Strecke Tiefschnee und fast den ganzen Rest der Strecke bei knöcheltiefem Schnee plus einen Rucksack mit 10 kg auf dem Rücken als eine Art Durchschlagübung konzipiert, als es vor ein paar Jahren zu einem massiven Winterausbruch über Nacht gekommen war und verkehrstechnisch in Düsseldorf NICHTS MEHR ging. Ich brauchte dreieinhalb Stunden für eine Strecke. Am Flughafen angekommen, trank ich etwas, ging auf's Klo und machte mich wieder auf den Rückweg. Auf dieser Tour hatte ich über 2 kg abgenommen. Es war eine tolle Erfahrung! 

 

Probiere doch einmal Barfußschuhe aus! Nicht nur zum Sport, sondern auch für den Alltag sind sie superbequem und eine Wohltat für Deine Füße:

 



 

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Auch lesenswert: Mein Blogbeitrag für Deine Fußgesundheit

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Werner (Freitag, 13 Januar 2017 21:11)

    Interessanter Artikel. Mir fiel es auch immer schwer mein eigenes Tempo zu finden, dadurch war ich auch schnell aus der Puste. Ich musste erst lernen, dass ich einfach am Anfang langsamer laufen muss, und mich nach einigen Wochen dann steigern. Mittlerweile ist Laufen für mich nicht mehr wegzudenken.

Mein aktueller Blogeintrag:

Work out your name in Judo

Kürzlich fand ich beim Surfen im Internet eine ganz nette Trainingsidee mit dem Namen 'Work out your name'. 

 

Hierbei waren jedem Buchstaben im Alphabet eine Fitnessübung zugeteilt worden. In der Reihenfolge der Buchstaben Deines Namens arbeitest Du Deine persönliche Reihenfolge an Übungen ab.

 

Das geht doch auch spezifischer, dachte ich mir...,und ich habe dieses Spiel ganz einfach spezifisch für Dein Judotraining zugeschnitten. 

 

Viel Spaß beim trainieren!

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