Wider der Spaltung unserer Gesellschaft

(c) Markus Spiske - Unsplash
(c) Markus Spiske - Unsplash

Die deutsche Bevölkerung ist müde und wirtschaftlich ausgezehrt vom Corona-Lockdown. Die Impfkampagnen sind angelaufen. Die gefährdetsten Risikogruppen sind zum Großteil geimpft worden. In anderen Ländern ist man teilweise schon fast wieder zur Normalität zurückgekehrt. 

 

Trotzdem regieren hier in Deutschland vielerorts noch Impfneid, Kritik an den Coronamaßnahmen und Angst vor weitere Einschränkungen der Grundrechte wegen der Pandemie. Warum das so ist und wie man es besser machen könnte, versuche ich hier anzuregen.  #wirlassenunsnichtspalten

Gegen die Spaltung in eine 2-Klassen-Gesellschaft

(c) Discon - Unsplash.com
(c) Discon - Unsplash.com

Eigentlich könnten wir uns freuen. Trotz deutlichen Missmanagements unserer Regierung haben wir schon einen großen Teil des Weges aus dieser Pandemie geschafft. Es scheint ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar zu sein. Die Regierung möchte zum Ende des Sommers auf jeden Fall allen Erwachsenen die Möglichkeit gegeben haben, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Vor Mitte Mai 2021 wurden die Priorisierung für die Impfstoffe von Astra Zeneka und Janssen / Johnson & Johnson aufgehoben. Bei Hausärzten fiel kurz danach die Priorisierung für alle Impfstoffe, die aber noch nicht in ausreichender Menge vorhanden ist.

 Geimpften sollen größtenteils ihre entzogenen Freiheitsrechte wieder zurückgegeben werden.

 

Unglücklicherweise sprechen einige Medien von Privilegien, was zurecht Unmut ausgelöst hatte. Grundrechte sind keine Privilegien und unveräußerlich. Geimpfte erhalten ihre Grundrechte zurück, weil sie nach der Impfung theoretisch keine Ansteckungs- und ernste Erkrankungsgefahr mehr darstellen. Genesenen wird mindestens eine Impfung empfohlen, um nicht mehr als Ansteckungsquelle zu gelten. Alle anderen können nur über einen nachgewiesenen Test belegen, dass sie keinen Kontakt zu SARS-COV-2-Virus hatten bzw. nicht infiziert sind, um größtenteils wieder am Leben teilhaben zu können. Für alle besteht weiterhin noch die Maskenpflicht. 

Der Grüne Pass kommt ab Sommer 2021

(c) Daniel Schludi - Unsplash.com
(c) Daniel Schludi - Unsplash.com

Trotz dieser allgemein nachvollziehbaren Maßnahmen kommt immer mehr die Angst vor einer 2-Klassen-Gesellschaft auf, in der Geimpfte mehr dürfen als Ungeimpfte. Hardliner fordern sogar eine klare Trennung dieser Gruppen zur Sicherheit und als Strafe für die angebliche Unsolidarität der nicht impfwilligen oder impfkritischen Menschen.

 

Eine weitere sich abzeichnende Entwicklung verfestigt aber ganz besonders die Angst vor einer 2-Klassen-Gesellschaft aus geimpften und nicht geimpften Menschen: Das ist der sogenannte Grüne Pass, ein mobiler Impfpass, den Du auf Deinem Smartphone stets bei Dir führen kannst und sollst.

 

In Israel ist bereits zu sehen, wie das auch in Deutschland bald sein könnte: Du erhältst nur noch mit Deinem gültigen Impfpass Zugang zu Fitnessstudios, Shopping Malls, Konzerten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Deinem Arbeitsplatz etc. Kein Impfpass - keine Teilnahme am öffentlichen Leben! Das ist totale staatliche Abhängigkeit und Kontrolle für jeden Bürger. Willst Du das auch hier in Deutschland haben?

(c) Lukas - Unsplash.com
(c) Lukas - Unsplash.com
(c) Lukas - Unsplash.com
(c) Lukas - Unsplash.com

Ein Antigentest oder ein Impfausweis und eine Maske werden leider auch noch die kommenden Jahre unser ständiger Begleiter sein.

Alle Jahre wieder...impfen!

Und weil sich alle Impfstoffe gegen Covid-19 noch in der Phase 3 ihrer Testung befinden - und das noch für mindestens 2 bis 4 Jahre bis es zu einer offiziellen Zulassung kommt - weiß man noch nicht, wie gut und wie lange diese Impfstoffe wirken; geschweige denn, welche langfristigen Nebenwirkungen auftreten können. Es ist eben nur eine Notfallzulassung.

 

Gerade deshalb muss laut Plan alle 6 Monate oder spätestens nach einem Jahr eine Auffrischungsimpfung stattfinden, die vor neuen Mutationen schützt und den Immunstatus aufrecht erhält. Das heißt also alle Jahre wieder: Impfung oder Ausschluss vom öffentlichen Leben.


Deutsche Ärzte stehen auf für Kinder

(c) Munfid Majmum - Unsplash.com
(c) Munfid Majmum - Unsplash.com

Weiter erhärtet wird dieser Verdacht, weil auf dem Deutschen Ärztetag im Mai 2021 ein Beschluss gefasst wurde, dass ab dem Schulhalbjahr 2021 / 2022 eine Covid-19-Impfung die Voraussetzung für alle Schulkinder in Deutschland sein soll, um ihr Recht auf Schulbildung in Anspruch nehmen zu können. Die führte bei einigen Ärzten zur Protestaktion #nichtmeinaerztetag.

 

Der soziale Druck wird erhöht

(c) Ehimetalor Akhere - Unsplash.com
(c) Ehimetalor Akhere - Unsplash.com

Auch wenn es noch rechtswidrig ist, fordern bereits jetzt schon viele Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern vehement ein, sich gegen Corona impfen zu lassen.  

 

Zur Zeit wird gesellschaftlich von vielen Seiten ein unmenschlicher Druck gegen alle Menschen aufgebaut, die einer Impfung gegen Covid-19 gegenüber noch unschlüssig sind, sie hinterfragen oder gar dagegen sind. Da kann man schon von Impfmobbing und Meinungsmache im großen Stil sprechen. Aber wer als Politiker oder Pharmakonzern für Schäden nicht persönlich haftbar gemacht werden kann, erlaubt sich das einfach. Genauso wie Hass und Hetze gegen Andersdenkende und Kritiker, was zutiefst unserem Grundgesetz und dem Geist der Charta der Grundrechte der EU widerspricht. Das ist eine von ganz oben geplante Spaltung.

 

Dabei wissen wir noch nicht wirklich, wie diese notfallzugelassenen Impfstoffe, die derzeit am Markt sind, langfristig wirken. Es gab auch schon viele Zwischenfälle, die diesen Verdacht unterstreichen. Unsere Bundesregierung setzt hier vor allem auf den mRNA-Impfstoff von Biontech...auch für unsere Kinder, über dessen neue Technologie noch am wenigsten bekannt ist für eine ZIelgruppe, die nachweislich am allerwenigsten durch Covid-19 gefährdet ist.

 

In der 2. Jahreshälfte 2021 werden wohl die ersten Impfstoffe konventioneller Machart in der EU zur Verfügung stehen, die zumindest das Risiko einer wenig erforschten Impftechnik nicht haben. Wer sich impfen lassen möchte, dem würde ich am ehesten zu den noch in der Prüfung bei der EMA befindlichen Impfstoffe von Novavax und Sinovac raten. Von Novavax liegen mir schon vielversprechende Daten und kaum Nebenwirkungen vor. Novavax plant in Zukunft auch einen Kombiimpfstoff gegen Covid-19 und gegen Influenza auf den Markt zu bringen.

Wie hätte die Politik es besser machen können?

Wer meine vorhergehenden Blogbeiträge zu Covid-19 kennt, weiß, wie der Hase hier läuft:

Die EU hat schon 2018 eine Roadmap on Vaccination beschlossen, die bis 2022 umgesetzt werden soll. Und damit liegen sie gut im Zeitplan! Corona sei dank! Vor allem das Reisen soll ab 2022 nur noch mit gültigem Impfausweis möglich sein.

 

Im EU-Papier wird von Werbeaktionen und Überzeugungsarbeit gesprochen, die eine höhere Akzeptanz von Impfungen und höhere Durchimpfungsraten bringen soll. Wenn man sich aber ansieht, wie unsere Bundesregierung unsere Bürger zur Zeit "überzeugen" möchte, braucht man sich nicht über Widerstand und Verschwörungstheorien zu wundern! 

 

Mit der Pharmaindustrie wurden milliardenschwere Verträge geschlossen. Das zeigt, dass Big Pharma mal wieder die Finger am Drücker hat, wo nur die Politiker Macht haben sollten. Das durch Wahlen und Protestaktionen zu ändern, ist schwierig. Es muss aber getan werden, damit dieses Spiel endlich aufhört. Vielleicht stehen jetzt endlich alle Eltern auf, um ihre Kinder zu schützen. Diese haben und werden die längsten Folgeschäden haben.

 

Mittlerweile ist es offensichtlich, dass man - jetzt zunächst nur die Covid-19 Impfung - am liebsten als Zugangsvoraussetzung für eine Rückkehr ins uneingeschränkte öffentliche Leben, für den Zugang zum Arbeitsplatz und dem Zugang zu Bildung und zum Reisen machen möchte. Frau Merkel und Herrn Söder sind kürzlich auch unmissverständliche Sätze aus dem Mund gerutscht. Herr Lauterbach sprach sogar von einem kommenden Klimalockdown. Nach aufkommenden Protest räumt man jetzt ein, dass negativ getestete Menschen und Menschen, die Covid-19 durchgemacht haben, einander gleichgestellt werden sollen...aber mit dem Nachsatz, dass Genesene sich wenigstens einmal impfen lassen sollten, um einen besseren Immunschutz zu haben. Ja, es gibt heute tatsächlich Wissenschaftler, die behaupten, dass eine Impfung einen besseren Immunisierungseffekt haben solle, als eine durchgemachte Krankheit. Früher war das mal andersherum.

 

Am traurigsten finde ist, dass sich die Bevölkerung von ihrer volksfernen Regierung spalten lässt, obwohl sie als Mehrheit viele Dinge in Frage stellen und notfalls sogar blockieren könnte. Ganz einfach durch zivilen Ungehorsam. Die Regierung und die Exekutive könnten nichts tun, weil sie zahlenmäßig einfach hoffnungslos unterlegen sind. Mittlerweile sind die Zweifel an Verhältnismäßigkeit der Coronamaßnahmen in allen Teilen der Bevölkerung angekommen und werden mehr oder weniger offen zum Ausdruck gebracht.

 

Ich erinnere hier gerne an Persönlichkeiten wie Gustav Heinemann, der unsere Pflicht, die Regierung im Notfall auch einmal zur Ordnung zu rufen, in einem berühmten Satz geprägt hat.  

 

Wirtschaftliche und persönliche Schäden hätten deutlich begrenzt werden können, wenn wir uns die Frage gestellt hätten, unter welchen Bedingungen die Wirtschaft und das öffentliche Leben hätte weiterlaufen können? Hier meine TOP 3 Punkte:

  • Der wissenschaftliche Diskurs hätte nicht eingeschränkt werden dürfen, so dass medizinische Experten aus der Praxis wie Püschel, Köhnlein, Wodarg und Bhakdi auch hätten zu Wort kommen müssen. Wir hätten heute ein anderes Ergebnis.
  • Einen Impfstoff gegen Covid-19 für alle tatsächlich gefährdeten Menschen hätten wir schon früher haben können, wenn man die politischen Vorurteile gegen Russland und China beiseite gelegt hätte. Herr Putin hatte der EU sogar kostenlos die Formel für Sputnik V zur Selbstherstellung angeboten. Nach Prüfung durch die EMA hätten wir mit Sputnik V einen Vektorimpfstoff und mit Sinovac einen konventionellen Totimpfstoff noch vor dem deutschen Biontech-Impfstoff zur Verfügung gehabt. Einem klassischen Impfstoff hätte die Bevölkerung höchstwahrscheinlich auch weniger Misstrauen entgegen gebracht als den neuen, genbasierten Impfstoffen, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt werden.
  • Seitdem es in Geschäften und Gaststätten Hygienekonzepte gibt, hätten diese offen bleiben können.

...und ich wiederhole nochmal, was in in meinen vergangenen Artikeln gesagt habe: Die unverhältnismäßigen Maßnahmen unserer Regierung werden das Vertrauen in die Politiker und in medizinische Maßnahmen weiter deutlich verschlechtern, anstatt zu verbessern. Vertrauen lässt sich nicht erzwingen...auch nicht in einer Krisensituation!

Wir sind alle eins auf dieser Erde!

(c) Gary Butterfield - Unsplash.com
(c) Gary Butterfield - Unsplash.com

Auch in meinem Kollegenkreis vom Zentrum Mensch in Neuss hatten wir im Zoom Team Meeting vom Mai 2021 die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung diskutiert. Es ist so wichtig, dass wir wieder zu einem gemeinsamen Miteinander in unserer Gesellschaft zurückfinden; auch wenn wir verschiedene Meinungen und Ansichten auf komplexe und aufwühlende Themen wie Pandemien oder ähnlichem haben. Die Zukunft hat noch viele wichtige Herausforderungen für uns, die wir nur gemeinsam lösen können. #wirlassenunsnichtspalten

Kommentar schreiben

Kommentare: 0