Warum Krafttraining gut für Dich ist

Eine natürliche full-range-of-motion Kniebeuge
Eine natürliche full-range-of-motion Kniebeuge

Krafttraining wird Dir heutzutage in den verschiedensten Formen und Trends für alle möglichen Zielgruppen angeboten.

 

Wer sich Alltag wenig bewegt oder kaum körperlich beansprucht, sollte regelmäßig Krafttraining machen.

 

Aber warum ist regelmäßiges Krafttraining gut und wichtig für Dich? 

 

Und welches Krafttraining wäre am besten für Dich und warum?

 

Diese Fragen beantworte ich Dir heute in meinem Blogartikel. 

 

Artgerechtes Krafttraining

Liegestütz ist eine der Klassiker unter den Body-Weight-Exercises
Liegestütz ist eine der Klassiker unter den Body-Weight-Exercises

Vor 100 Jahren war der Mensch täglich noch ganz anderen körperlichen Belastungen ausgesetzt wie heute. Aus der Zeit von 100.000 Jahren - auf diesem körperlichen Entwicklungstand steht unser Körper prinzipiell noch - waren die alltäglichen Belastungen nochmals deutlich höher.

 

Der menschliche Körper ist aber auch ein Sparfuchs: Wenn Dein Körper körperlich nicht mehr stark belastet wird, baut er an Muskelmasse und Knochendichte ab und passt sich so den seinen neuen Anforderungen und Belastungen an, um Energie zu sparen.

 

 

 

Leider geschieht dies heutzutage auch noch in Kombination mit Bewegungsarmut und unnatürlichen Haltungen - vor allem langes Sitzen - die zu körperlichen Fehlbelastungen führen und ein Grund vieler Zivilisationskrankheiten sind.

 

 

Durch die fehlende Bewegung kommt es auch zu einer schlechteren Durchblutung Deines Körpers, weil nicht nur Dein Herzmuskel, sondern alle großen Muskel dabei helfen, Dein Blut im ganzen Körper zu verteilen, während Deine Muskeln arbeiten...das heißt, Du Dich bewegst.

 

Fehlende Bewegung und Belastung lässt Dich auch psychischen Stress schlechter ertragen. Die Nichtbelastung und Nichtbewegung produziert bereits körperlichen Stress für Deinen Körper. Bei Kindern schlägt das besonders an. 

  

Viele junge Menschen sind heutzutage für körperlich schwere Arbeit schon gar nicht mehr zu gebrauchen, weil ihr Körper im Leben niemals gelernt hatte, mit erheblicher körperlicher Belastung umzugehen.

 

Die Belastungsimpulse im Alltag eines durchschnittlichen Stadtmenschen sind allgemein so gering, dass es gesundheitsschädlich ist. Darum müssen künstlich Belastungsimpulse und Bewegungsimpulse Deinem Körper zugeführt werden, damit Du gesund bleibst. 

 

Aber wie sieht das ideale Krafttraining für den Menschen aus? Die Angebote am Markt sind ja riesig, aber welches Training entspricht den tatsächlichen, natürlichen Bedürfnissen und den artgerechten Bewegungen des menschlichen Körpers?

Training an Maschinen in unnatürlichen Positionen

Unnatürliches Krafttraining
Unnatürliches Krafttraining

Viele moderne Trainingsgeräte und -maschinen lassen ihre Anwender in bequemen aber unnatürlichen Positionen ihre Übungen machen, die oft nur die beabsichtigten zu trainierenden Einzelmuskeln oder eine Muskelgruppe isoliert ansprechen. Der restliche Körper ruht sich oft nur aus. Dies hat mit einer natürlichen Belastung, wie sie im Arbeitsalltag oder gar in der Natur vorkommen würde nichts zu tun.  

 

Das Ergebnis ist oft, dass der Trainierende an einem bestimmten Fitnessgerät in einer unnatürlichen Position nach langem Training hohe Leistungen bringen kann, aber bei natürlichen Bewegungen im Alltag schnell überfordert ist. Als Beispiel sei hier ein Athlet genannt, der an der Beinpresse 200 kg wegdrücken kann, aber im freien Stand bei einer einfachen Kniebeuge Probleme hat, seine Beine zu kontrollieren. 

 

Das in der Regel konzentrische Krafttraining an den Maschinen pumpt die Muskeln optisch auf. Es wird gewöhnlich auch nicht im vollen Bewegungsumfang des Muskels trainiert. Funktionell büßt der Athlet aber an Beweglichkeit ein (Michelinmännchen-Effekt). 

 

mechanische Arbeit = Kraft * Weg

 

Leistung = Arbeit * Zeit

 

Die Prinzipien des funktionellen Krafttrainings

Wer draußen barfuß laufen möchte, muss seine Fußmuskulatur auf die erhöhte Belastung gezielt vorbereiten, um die Verletzungsgefahr durch eine untrainierte Fußmuskulatur zu minimieren.
Wer draußen barfuß laufen möchte, muss seine Fußmuskulatur auf die erhöhte Belastung gezielt vorbereiten, um die Verletzungsgefahr durch eine untrainierte Fußmuskulatur zu minimieren.

Das funktionelle Krafttraining orientiert sich an natürlichen Bewegungen des menschlichen Körpers und Tätigkeiten im Alltag. Ziel ist es, möglichst viele Muskeln Deines Körpers während einer Übung zu integrieren und das optimalerweise in natürlichen Positionen.   

 

Im Funktionellen Krafttraining werden Übungen nach Bewegungsrichtungen unterschieden und nicht nach Muskeln wie im Body Building:

  • ziehen
  • drücken
  • halten
  • beugen
  • strecken
  • rotieren

Dies kommt den menschlichen Bewegungsmustern sehr viel näher als das Trainieren an Geräten im Sitzen. Die Belastungsintensiät kann beim funktionellen Krafttraining auch gut Deinen Bedürfnissen und Wünschen angepasst werden.

 

Sportwissenschaftler Gregor Herb zeigt in seinem Video ein paar schöne Beispiele für funktionelles Krafttraining mit Hilfsmitteln:

Hier wird teilweise schwere körperliche Arbeit für Deinen Körper simuliert. Dazu kommen Kletter- und Sprungbewegungen sowie Zweikampfsequenzen, die früher ebenfalls nicht selten im Alltag waren.

 

Weil es eine Trainingssequenz ist, kannst Du Deine Übungen beidseitig - links- und rechtshändig bzw. -beinig - trainieren, um beide Körperseiten gleichmäßig zu belasten und motorisch zu schulen.

 

Solch ein funktionelles Krafttraining kann relativ kostengünstig und mit einfachen Hilfsmitteln umgesetzt werden. 

 

Ein guter und nötiger Ausgleich für die Arbeit am Schreibtisch.

 

Zum Abschluss möchte ich aber noch auf zwei ganz wichtige Grunddisziplinen des Menschen eingehen, die die Meisten von uns fast schon wieder verlernt haben.

Laufen und Klettern sind die sportlichen Grunddisziplinen des Menschen

Indoor Climbing simuliert das Klettern in freier Natur.
Indoor Climbing simuliert das Klettern in freier Natur.

Laufen und Klettern sind die natürlichsten und alltäglichsten Trainingsformen, für die der menschliche Körper von Natur aus bestens ausgelegt ist. Nur leider verkümmern diese Fähigkeiten im modernen Alltag immer mehr.

 

Vor 100 Jahren war es nicht selten, dass die Menschen am Tag 10 km zur Arbeit gelaufen sind und allgemein viel häufiger zu Fuß unterwegs waren. Wer läuft heute am Tag noch regelmäßig solche Strecken? Dazu kommt, dass wir in festem Schuhwerk auf fast nur ebenen Boden laufen. Darum hat sich die Fußmuskulatur bei fast jedem Stadtmenschen stark zurückgebildet. Eine starke Gesäßmuskulatur, eine stabile Hüftmuskulatur und eine trainierte Fußmuskulatur sind für regelmäßige Läufer der beste Schutz vor Verletzungen. Außerdem stärkt regelmäßiges Laufen Deine Ausdauer und Dein Herz-Kreislaufsystem, was eine natürliche Stärke des Menschen ist, die weiterhin gepflegt werden sollte. 

 

Klettern produziert bei Dir kräftige und schlanke Muskeln, die sehr funktionell sind. Ein typischer Bodybuilder könnte gar nicht klettern, weil er durch seine unnatürlich aufgepumpten Muskeln normalerweise viel zu ungelenk und schwer ist. Schau Dir mal im Vergleich die Dame an der Kletterwand an. 

 

Beim Klettern können Deine Füße auch eine lange verlernte Fähigkeit wieder erlernen: das Greifen und Fühlen. 

 

Neben Gewichte stemmen und anderen Kraftdisziplinen sollten Basics wie Laufen und Klettern Dein natürliches Krafttrainingsprogramm ergänzen.

 

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Wissenschaftliche Stimmen gegen das Impfen

Offizielle Stellen sehen Impfungen als den besten Schutz gegen gefährliche Krankheiten an. Immer wieder bekommen wir des gebetsmühlenartige Mantra "Impfungen sind sicher und wirksam" zu hören.

 

Es wird als Paradoxon hingestellt, dass Kritiker und Gegner von Impfungen vor allem in gebildeten Bevölkerungsschichten zu finden sind. 

 

Wenn Du aber genauer hinsiehst, gibt es umso mehr wissenschaftlich fundierte Impfkritiker und Impfgegner, umso mehr staatlicher Druck oder gar Zwang auf die Bevölkerung ausgeübt wird. Hier gehe ich der Sache auf den Grund, ob tatsächlich fachliche Zweifel am Impfwesen berechtigt sind.

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