Ansatz für eine ganzheitliche Schmerztherapie

Dass Sie irgendwann im Laufe Ihres Lebens von Schmerzen geplagt werden, kann viele verschiedene Gründe haben. Für das fortgeschrittene Alter haben die meisten Menschen das Leben mit Schmerzen mehr oder weniger fest eingeplant. Aber muss das so sein? Immer wieder sind viele Ärzte überfordert, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, woher der Schmerz tatsächlich kommt und wie ihm ohne Medikamente beizukommen ist. Die oft genannte Begründung „Degeneration – damit müssen Sie sich abfinden.“ bin ich nicht bereit, so stehen zu lassen. Außerdem sollten Mediziner aller Sparten und andere Gesundheitsdienstleister enger und besser miteinander zusammenarbeiten. Hier können Sie meine Meinung zum Thema Schmerz-Management erfahren.

 

Ihr Bewegungsapparat - behandeln Sie ihn bitte gut!
Ihr Bewegungsapparat - behandeln Sie ihn bitte gut!

Vor allem möchte ich mit Ihnen über Schmerzen sprechen, die nicht durch Verletzung oder Krankheit verursacht worden sind. Über die Schmerzen, die oftmals ‚keine erkennbare Ursache haben’ bzw. kein körperlicher Defekt als Ursache festzustellen ist.

Ihr Körper ist intelligent und warnt Sie schon vor einer akuten Schädigung, bei schlechter Körperhaltung und Ähnlichem. Schmerzursachen können sehr einfach sein und sehr komplex werden.                                  

 

Dass wir uns im Vergleich zu unseren körperlichen Möglichkeiten nicht genug bewegen – quantitativ als auch qualitativ – habe ich in meinen Artikeln schon mehrfach erwähnt und werde es auch immer wieder tun. Das ist eines meiner Haupthemen als Gesundheits- praktiker, womit ich mit Ihnen arbeiten kann. Für medizinische Maßnahmen wie Diagnosen, Behandlungen und Therapien kann ich Sie an viele erfahrene Mediziner weiterleiten.

 

Genau diese vielseitigen Bewegungsmuster, Belastungsimpulse und ein klares Körperbewusstsein in Ihren Alltag zurückzubringen, vermindert für Sie deutlich, in Zukunft an Schmerzen im Bewegungsapparat oder erhöhter Stressanfälligkeit leiden zu müssen, wie es ja im zunehmenden Alter als normal erwartet wird.

 

PNF-Dehnungen können helfen, Ihre verkürzten Muskeln wieder in ihre ursprüngliche Länge bringen und den Gelenkknorpel zu entlasten.
PNF-Dehnungen können helfen, Ihre verkürzten Muskeln wieder in ihre ursprüngliche Länge bringen und den Gelenkknorpel zu entlasten.

Dass sich, wie immer behauptet wird, beispielweise der abgenutzte Knorpel im Knie nicht mehr regenerieren kann liegt nicht in der Natur, dass sich Knorpelgewebe nicht mehr regenerieren könnte, sondern an einer Überbelastung durch Verkürzung der Muskeln, die über das Kniegelenk gehen und so den Druck im Kniegelenk so sehr erhöht, dass der Knorpel durch Reibung schneller abgetragen wird, als dieser sich wieder regenerieren kann. Da der Knorpel keine Schmerzrezeptoren besitzt und die Knochenhaut erst später angegriffen wird, können die Schmerzreize nur von den Muskeln kommen. Die Rolle der Muskeln beim Schmerzen wird von vielen Medizinern immer noch nicht richtig zur Kenntnis genommen. Der verkürzte Muskel, der die Überbelastung im Gelenk verursacht, muss entspannt werden, damit der Knorpel im Gelenk sich wieder regenerieren kann. Ein gutes Beispiel wäre hier die Myoreflextherapie von den Drs. Mosetter. Das Einsetzen von künstlichem Knorpel ist sinnlos! Erst danach sollte der betroffene Muskel wieder gekräftigt werden, um u. a. einer Arthrose vorzubeugen. Die gängige Praxis sieht leider nur die Kräftigung der (hier) verkürzten Beinmuskulatur vor, was den Druck im Gelenk noch weiter erhöht.  

 

Die heute gängigste Form des körperlichen Trainings in der Reha und in der Freizeit ist das Krafttraining an Fitnessgeräten, das Ihre Muskeln grundsätzlich aufbaut, sie belastbarer macht und durch eine entsprechende äußere Veränderung mit Ihrem Erscheinungsbild sichtbar wird. Regelmäßiges Krafttraining kann Schmerzzustände verhindern. Bei unausgeglichenem oder extremen Krafttraining kann es aber auch zu starken Verspannungen und Schmerzen führen. Bewegungssysteme wie Yoga fördern neben Ihrer Beweglichkeit und Entspannung auch Ihren ganzheitlichen Muskelaufbau. Das Resultat hier sind schlanke und geschmeidige Muskeln, wie sie im Alltag nach meiner Auffassung nützlicher sind als optisch imposante ‚Muskelgebirge’. Anbei: Das Üben mit einem netten Trainingspartner macht mehr Spaß als mit einer teuren Maschine, kann fast überall durchgeführt werden und ist auch günstiger.

 

Spezielle Selbstmassagetechniken, hier die Triggerpoint Performance Therapy, hilft Ihnen, selbst Ihre Triggerpunkte und Faszien zu entspannen.
Spezielle Selbstmassagetechniken, hier die Triggerpoint Performance Therapy, hilft Ihnen, selbst Ihre Triggerpunkte und Faszien zu entspannen.

Spezielles Training für Mobilität und Beweglichkeit wird von vielen Leuten unterschätzt oder vernachlässigt. Es sollte vor allem vor dem schwerpunktmäßigen Muskelaufbau auf dem Trainingsplan stehen - insbesondere bei untrainierten Personen. Fortgeschrittene Dehntechniken wie die PNF-Methode oder Dehnkräftigungsmethoden wie FlexBuildung von Dr. Robert Pruni können hier bei regelmäßiger Anwendung sehr gute Dienste leisten. Eine weitere, wichtige Disziplin ist die Dehnung und das Training Ihres Bindegewebes / Ihrer Faszien, wie es beispielsweise von Dr. Robert Schleip zusammengestellt wurde. Dr. Schleip fand heraus, dass verkleistertes bzw. inaktives Bindegewebe eine wichtige Schmerzursache sein kann. Leider wird dies von vielen Trainern immer noch nicht genug beachtet. Es bedarf spezieller Übungen zum Faszientraining, die separat und auch direkt im Anschluss von mehrstufigen Dehnübungen ausgeführt werden können, wie es beispielsweise in Systemen, die vom südbadischen Arzt Walter Packi inspiriert sind, praktiziert wird. Pilates ist ein Bewegungssystem, das auch hervorragend Ihr Bindegewebe trainiert. Beim Rolfing geben Sie sich einer intensiven Faszienbehandlung hin.

 

Ein erfahrener Manualtherapeut, Chiropaktiker oder Masseur kann ebenfalls eine hervorragende Ergänzung bei der Schmerztherapie oder der Schmerzprävention sein. 

 

Eine Meditation kann im Stehen, Sitzen oder Liegen gut durchgeführt werden.
Eine Meditation kann im Stehen, Sitzen oder Liegen gut durchgeführt werden.

Ein weiteres großes Thema von mir ist die Entspannung: sich wieder mehr auf sich einlassen, loslassen, achtsamer gegenüber sich selbst und anderen werden bis hin zu einem meditativen Zustand, was Ihnen eine persönliche Ruheoase im Alltag errichten hilft, um Ihre Batterien wieder aufzutanken und in sich hineinzuhören, was Sie wirklich brauchen und wollen. Desto ruhiger und selbstbewusster Sie werden, desto besser entwickelt sich Ihre Persönlichkeit weiter. Aufkommende persönliche Themen können dann beispielsweise in einer systemischen Beratung lösungsorientiert angegangen werden. Ein entspannter Körper und Geist entwickelt sich und heilt einfach besser.

 

Ein unbearbeiteter mentaler und psychologischer Aspekt oder ein psycho-sozialer Missstand kann ebenfalls den Körper stark beeinflussen und entsprechende Reaktionen wie auch Schmerzen verursachen oder fördern. 

 

Die Brücke - eine Übung für eine kräftige und bewegliche Rumpfmuskulatur.
Die Brücke - eine Übung für eine kräftige und bewegliche Rumpfmuskulatur.

Durch obige Maßnahmen lässt sich gegen Probleme im Bewegungsapparat hervorragend vorbeugen, dass es erst gar nicht zu Beschwerden kommt. Mit Präventivmaßnahmen spreche ich den Großteil meiner potenziellen Klienten an. Allerdings fehlt es bei vielen Leuten immer noch an einem bestimmten Gesundheitsbewusstsein und einem nötigen Paradigmenwechsel: Der Gedanke „Ich habe doch keine Beschwerden. Es wird schon nichts passieren...und außerdem habe sowieso viel zu viel zu tun...“ ist ein Verdrängen und Ignorieren, dass für unsere westliche Welt leider typisch ist. Der fernöstliche Gesundheitsgedanke sieht einen Weg in Richtung Krankheit und einen Weg in Richtung Gesundheit, den der Mensch gehen kann. Wenn Sie den Weg in Richtung Gesundheit nicht konsequent und bewusst beschreiten, wissen Sie nicht, auf welchem der beiden Wege Sie sich tatsächlich befinden. Der Weg der Krankheit beginnt nicht erst, wenn Ihnen etwas weh tut oder Sie mit Fieber im Bett liegen, sondern schon viel früher. Bei schweren Krankheiten sogar Jahre bis Jahrzehnte früher. Sie wandeln nicht automatisch auf dem Weg der Gesundheit, nur weil Sie sich nicht schlecht fühlen. Hier im Westen haben wir dazu den Begriff der Salutogenese geprägt. Dass Gesundheit ein Zustand ist, der nicht von alleine kommt, sondern durch Ihr aktives Handeln aufrecht erhalten und gestärkt werden muss, um Bestand zu haben.

 

Mein erklärtes Ziel ist es, Sie bewusst auf den Weg Ihrer Gesundheit zu schicken und mit zu betreuen.

 

Kommunikation mit allen beteiligten Parteien ist ein wichtiger Aspekt beim Gesundheitsmanagement.
Kommunikation mit allen beteiligten Parteien ist ein wichtiger Aspekt beim Gesundheitsmanagement.

Ein Selbststudium mit Bücher, Videos und Fitnessgeräte zu Hause können dabei keinen persönlichen Unterricht oder persönliche Beratung ersetzen. Auch der persönliche Kontakt zum Lehrer und die Auseinandersetzung mit Trainingspartnern ist mir sehr wichtig. Was bei Selbststudium als billige Alternative erscheint, ist beim persönlichen Unterricht die bessere Investition mit dem persönlicheren Gewinn.

 

Wenn Sie bereits Probleme haben, kann ich nur ergänzend zu medizinischen Maßnahmen praktisch tätig werden und nach Ihrer Genesung das Thema der Sekundärprävention abdecken. Je nach Bedarf erfolgt zu meinen ergänzenden Maßnahmen die Rücksprache mit Ihrem Mediziner.

 

Oftmals verschreiben viele Mediziner schnell Schmerzmittel. Insbesondere, wenn die tatsächliche Ursache der Schmerzen nicht gefunden werden kann. Das Ganze nennen sie dann auch noch Schmerztherapie. Die Gabe von Schmerzmitteln hat seine Vorteile als auch seine Nachteile und birgt langfristig Risiken für Sie als Patient. Hier die wichtigsten

 

Vorteile:

  • Wegnahme von Stress durch akute Schmerzen,
  • (vorrübergehende!) Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und
  • Verhinderung von Schonhaltungen, die das muskuläre Gleichgewicht stören und weitere Beschwerden auslösen können.

 

 

Nachteile:

  • Ausschaltung der Alarmfunktion Schmerz,
  • zusätzliche Belastung Ihrer inneren Organe - vor allem der Leber und
  • das Risiko zu glauben: Schmerz weg – alles ist wieder OK (Symptombeseitigung).

 

Weil heute viele Menschen aus Angst vor Fehlzeiten am Arbeitsplatz und teilweise auch Kostengründen den Gang zum Arzt meiden, ist der ‚einfache Weg’ (= Problemverdrängung) sich wieder und wieder mit einer Schmerztablette zu helfen sehr riskant. Außer der Suchtgefahr können schnell Krankheiten verschleppt werden oder sich unbemerkt weiter entwickeln.

 

In Russland gab oder gibt es eine einfache und radikale Methode, die sich bei vielen Schmerzpatienten als erfolgreich erwiesen hatte. Man legte den Patienten in für einige Zeit in Vollnarkose. Dadurch entspannte sich der komplette Bewegungsapparat des Patienten. Nachahmenswert finde ich das nicht unbedingt.

 

Es wird auch vielfach berichtet, dass Schmerzpatienten die nach ihrem Ruhestand in wärmere Gefilde zogen, bald keine Schmerzen mehr hatten. Das kann mit dem fehlenden Arbeitsstress (Psyche) zusammen hängen oder / und auch mit dem wärmen Klima, das beides den Muskeltonus positiv beeinflusst. Wir kennen diesen Effekt auch bei lokalen Anwendungen von Wärmepflastern.

 

Ein weiterer äußerer Einfluss, der Schmerzen durch stark erhöhten Muskeltonus verursachen kann, ist Elektrosmog. Thema wäre für Sie hier vor allem die Untersuchung Ihres Schlafplatzes durch einen Baubiologen. 


Eine weitere Ursache können Defekte und Entzündungen in Ihren Zähnen sein. Darum ist ein Besuch bei Ihrem Zahnarzt sicherlich ein guter Rat. Im Video von Center TV stellt mein Zahnarzt Dr. Lammers aus Düsseldorf ein typisches Beispiel von chronischen Schmerzen dar, dass durch einen Entzündungsherd im Kiefer verursacht wurde:

 

Falsche Ernährung oder durch die Nahrung aufgenommene Giftstoffe können ebenfalls Schmerzen in Ihrem Körper verursachen, wenn diese Giftstoffe nicht ausgeleitet bzw. ausgeschieden werden. Durch regelmäßiges Entgiften wie Fasten oder Saftfasten, bevorzugten Genuss von entgiftenden Lebensmittels sowie medizinischen Entgiftungsinfusionen können Sie auf eine weitere Art chronischen Schmerzen vorbeugen.

Für chronisch kranke Schmerzpatienten ist eine psychologische Betreuung äußerst wichtig. Die Selbsttötungsrate von Menschen mit jahrelangen chronischen Schmerzen ist hoch, weil viele keinen Ausweg mehr sehen und die Ärzte schon lange nicht mehr helfen konnten.

 

Schmerzen und Krankheiten können auch systemische Ursachen haben. Hier liegt die Ursache nicht beim Patienten, sondern in dessen Familie. Erfahrene Systemische Therapeuten könnten hier zu einer Lösung beitragen.

 

Sollten Sie einmal vor der Wahl stehen, zu welchem Mediziner Sie gehen möchten, um sich von Schmerzen befreien zu lassen, empfehle ich Ihnen einen Mediziner mit einem ganzheitlichen Heilungsansatz und einem guten Netzwerk an Kollegen.

 

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie für den Rest Ihres Lebens fit und gesund bleiben. Und jetzt sind Sie dran: Bleiben Sie in Bewegung!

 

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